Knie

Kniescheibenverrenkung (Patellaluxation)

Dr. Bahram Mossawat
17.4.2023
Lesedauer
Min

Inhaltsverzeichnis

Kniescheibenverrenkung (Patellaluxation)

Die Kniescheibenverrenkung ist eine der häufigsten Knieverletzungen. Dabei springt die Kniescheibe aus ihrer Führung am Oberschenkel nach außen. Fast immer springt sie von selbst wieder in ihr Lager zurück.

Die wichtigste Ursache für eine Kniescheibenverrenkung ist eine Veranlagung mit Fehlausbildung der Kniescheibe beziehungsweise ihres Führungslagers am Oberschenkel.

Weitere Faktoren sind

  • ein X-Bein (Genu valgum)
  • Patellahochstand
  • nach außen gedrehte Unterschenkel
  • schwach ausgeprägte Oberschenkelmuskulatur
  • Überstreckbarkeit des Kniegelenkes und
  • Bindegewebsschwäche

Auf der Basis einer solchen Veranlagung genügt meist eine plötzliche Anspannung der Oberschenkelmuskulatur in einer ungünstigen Stellung um die Kniescheibe zu verrenken.

Im Gegensatz dazu sind Verrenkungen durch ein direktes Trauma sehr selten.

Neben Schmerzen kommt sehr häufig zu einem Erguss und dementsprechend zu einer Bewegungseinschränkung. Als Begleitverletzungen sind vor allem Absprengungen von Knorpel-Knochen-Fragmenten (osteochondrales Fragment) sowie Überdehnungen bis hin zum Riss des Kniescheibenhalteapparates (mediales Retinaculum) häufig.

Falls Begleitverletzungen mittels MRT und eventuell CT-Untersuchungen ausgeschlossen werden können, kann zunächst eine konservative Therapie (Absaugen des Blutergusses, Orthese und Krankengymnastik) angewendet werden.

Bei Vorhandensein von Begleitverletzungen oder habitueller (gewohnheitsmäßiger) Luxation sollten operative Behandlungen durchgeführt werden.

Je nach Ausmaß der Begleitverletzungen sowie vorhandenen luxationsfördernden Fehlanlagen kommen situationsabhängig verschiedene Eingriffe in Betracht, eventuell auch in Kombination:

  • Arthroskopie mit Entfernen von freien Gelenkskörpern oder falls möglich fixieren der freien Gelenkskörper
  • Raffung des medialen Retinakulums (Kniescheibenhalteapparat)
  • MPFL -Plastik (Verstärkung des medialen Retinakulums mit zusätzlicher Sehne)
  • Versetzung der Schienbeinrauigkeit
  • Achskorrektur der Beine

Für den Erfolg der Operation ist eine konsequente Physiotherapie und aktive Mitarbeit des Patienten postoperativ entscheidend.

Als Experte für Operationen von Sportverletzungen im Allgemeinen und von Meniskusriss, Kreuzbandriss und Knieverletzungen im Besonderen stehe ich Ihnen jederzeit gerne für Fragen und weitere Informationen zu Behandlungsmethoden und Operationen zur Verfügung.

Erstellt am:
1.9.2022
Veröffentlicht am:
17.4.2023
Aktualisiert am:
17.4.2023
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Dr. Bahram Mossawat
Facharzt für Orthopädie & Unfallchirurgie
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